Träume

geträumt 2018

Oktober/November ´18
Alfons weint und schiebt sein Fahrrad die ansteigende Straße hinauf. Ich bin neben ihm. Er fragt mich verzweifelt: Mama, werde ich auch wirklich wieder gesund? Ich beruhige ihn.

18.-19.11.18
Und dann träume ich: Wir waren im Urlaub und er hat geknetet und die Vermieterin bot Alfons an, im Dorfmuseum seine Figuren auszustellen. Und dann tat ihm etwas weh und ich salbte es ein und wir fuhren zum Arzt, er lag vor mir im Auto, und schon während der Fahrt musste ich Alfons sagen, dass er nicht überleben wird und er war so entsetzt. Ich habe es ganz behutsam gemacht und geweint und er rang so um Fassung. Es war entsetzlich.

16.12.18
Im Krankenhaus Verbandswechsel, wir wollen in die Schwimmhalle und Alfons sagt zu mir: Du hast ja gute Ideen, Mama. So wie er immer mit viel Zuneigung in der Stimme zu mir sprach.

geträumt 2019

1.-2.1.19
Heute Nacht träumte ich von einer Bushaltestelle, die ich und andere gestalteten. Da stand ein alter Baum, Blumen gab es, es fehlte noch Erde und ein Hinweisschild brachte jemand und der Ort hieß Alfons‘ Beet. Ich sah Alfons nicht, aber es war seit langer Zeit wieder ein Traum, in dem es um ihn ging.

12.1.19, in den Morgenstunden
Alex vernagelte die Küchenfenster von innen. Außen waren sie es schon. Alfons rannte ohne Socken herum, fror leicht. Bastelte und machte etwas mit Lego. Ich half ihm bei etwas, sah dann aber die fehlenden Socken und auch dass er noch nichts getrunken und gegessen hatte. Mir fiel mit Schrecken ein, dass ich das Krankenhauslego verschenkt hatte und es nachbestellen wollte, wenn Alfons nun wieder zu Hause ist. Es gab noch eine kleine Diskussion mit Alex, an welchen Tagen er Zeit hat. Dann wollte ich die Socken holen…

18.1.19
Alfons, Papa und ich fuhren Rad. Alfons hatte eine Halbglatze, so wie zuletzt in der Charité, da nicht alle Haare ausgefallen sind. Er war still. Ohne Freude. Donner war ein ganz roter Hund. / Im Urlaub irgendwelche Bungalows und wir waren mit einem größeren Auto da. Wir waren zu dritt, aber Alfons habe ich nicht direkt gesehen.

Vom 30. Zum 31.1.19
Klare Bilder. Nicht gemerkt.

24.2.19
Rechts neben dem rechten Fenster, vor dem ich schlafe, hat Alfons Kürzel von Fußballclubs an die Wand gezeichnet. Wir sind zusammen aufgestanden und in die Küche gegangen. Wir haben überlegt, was wir heute machen wollen. Ich habe ihn in Höhe der Schulter umarmt. Sie war sehr dünn.
Es war wie jeden Sonnabend oder Sonntag. Langsam kamen alle aus ihren Betten heraus. Und der Tag begann.

27.2.19
Viele Menschen wie bei DPJW. Mit Getöpfertem. Anstrengende Familien. Frau Kasprzyks Enkelkind sah aus wie Alfons mit einem Jahr. Dann lag Alfons auch als Kleinkind und ihm war übel. Wollte oder drückte er mich?

3.3.19
Wir lebten in einer Art Kommune in abbruchreifen Häusern und einigermaßen intakten. Alfons balancierte mit Carl auf hohen Mauern. Immer wieder suchte ich ihn auf dem Gelände, aber er war froh, spielte. Ich sah auch Wojtek, hörte von Peter und Jörg, Halkut war da.

5.3.19
Alfons und ich überlegten, was wir tun wollen. Wir saßen am Küchentisch. Sein Kopf war aufgestützt auf einer Hand. Ich sagte, rummatschen im Schlamm. Alfons sagte begeistert ja.
In dem Traum gab es auch Gabi, Jörg, Katja, Jugendliche aus dem Bahnhof. 

8.3.19
Ich bin zeitig eingeschlafen.
Der Traum: Alex und ich sind mit den Kindern in den Bergen.
1. SZENE In einer Baude eine Feier. Ein DJ spricht mich an, ich bin einmal dicker und einmal dünner da; wir sollen tanzen und uns ausziehen. Die dünnere Anett sagt, was für ein Quatsch und geht; die dickere Anett hatte überlegt, geht dann aber auch hinterher. Ein Gast zu seiner Begleitung: So erfrischend, eine mit einem gesunden Menschenverstand, da kommt man selbst gar nicht drauf.
2. SZENE Wir klettern an roten Seilen einen Berg hoch in ein Baumhaus. Vermutlich das, in dem die Party stattfand. Ich ziehe Alex und die Kinder hoch. Vor mir stehen viele Schachspiele, Mensch ärgere dich nicht…, die ich wegschieben muss. Das letzte Stück an einem grauen Seil, das ich prüfe, als ich oben bin, ob es uns hält, später wieder. Als es Nacht wird, wir wissen es ist eine besondere Nacht, schließen wir uns in die Schlafstube ein. Wir wissen, die Wölfe kommen (es ist, als hätte ich den Traum schon einmal geträumt) und wir haben Angst. Da es sein kann, sie kommen durch die Absperrungen. Jemand, Alex?, verteilt Feenstaub auf die Öffnungen, um sie zusätzlich sicher zu machen. Wir löschen die Kerzen, schließen die Türen. Wir liegen alle in einem sehr schmalen Bett. Alfons zwischen Alex und mir. Carl vor dem Bett. Dann hole ich ihn ins Bett. Alex steht auf. Die Wölfe kratzen rechts am Fenster und gerade aus an der Tür. Hinter uns ist Wand. Links von uns ist alles offen. Ein Baumhaus. Mit Ausblick in das Tal. Sie kommen auch von der Seite. Die Wölfe sind fast oben. Ich weiß irgendwoher, dass sie es nicht schaffen, weil ich den Traum kannte? Dann ist jemand, den ich nicht sehe im Zimmer und er hilft uns. Mit ihm sind die Wölfe weg. Alex findet einen Bogen und Pfeil, den die Wölfe hinterlassen haben. Damit schießt er und trifft in eine Kanone im Tal. Dort löst sich in der Kanone eine Kugel und schlägt in das Baumhaus ein, ohne es zu zerstören. Nur in die rechte Wand mit dem Fenster hindurch. Durch das Loch kommt etwas von außen runter- und hereingerollt, durch das Loch und die Stube. Kurz bevor es aus der offenen Seite des Baumhauses abrollt, hält es Alex fest am Boden. Ein gelber Wolleknäul, ein Faden, er rollt ins Tal. Die Kinder schlafen, seit die Wölfe weg sind. Aber dann wird Alfons wach. Ich stehe und schaue auf den gelben Faden, dann drehe ich mich um (und sehe nicht mehr, wo der gelbe Faden endet). Alfons schaut mich gütig an. Etwas krank, urlaubszerzaust, müde und zugleich klar. Ich lächle und sage, ich habe dich lieb. Ich habe dich lieb. Ich dich auch, Mama. Ich vermisse dich so, Alfons. Er sagt: Du bist immer nur so schwarz, so im Nebel, so weit weg zu sehen. Aber jetzt sind wir zusammen. Ja, Alfons, jetzt sind wir zusammen. Wir fassen uns an den Händen. Da begreife ich noch im Traum, was passiert ist, werde wach, weine, schreie.

11.3.19
Es sind viele Leute da. Wo, ist nicht klar. Ich bin mit Alfons da. Wir schauen einem älteren Männerpaar beim Tischtennisspiel zu. Sie spielen schlecht, aber es sieht lustig aus. Wir lachen und ich sage zu Alfons, so sähe es aus, wenn ich gespielt hätte. Dann kommt Alex zu uns. Ein Mann küsst mich, aber ich weiß nicht, wer es ist, möglicherweise F. F. steht unter den Leuten und schaut sich unseren Staketenzaun an. Dann geht ein Mann weg und fragt mich, ob ich mit ihm und seinen Freunden komme, die ich zuvor begrüßt habe. Ich sage, es geht nicht, ich bin mit Alfons. Da fällt mir im Traum ein, dass ich ja allein nur noch bin und ich mitgehen könnte. Aber dann ist die Gruppe weg und ich gehe in ein Haus ans Buffet und hole Alfons und mir je ein grünes Gürkchen mit vielen Haaren und etwas Erde dran, die wir abmachen und essen. Es geht uns einigermaßen gut. Dann schiebt sich in den Traum der Sprung eines jungen Mannes in ein Becken mit Wasser und Technik und als er auftaucht, hat er beide Arme und seine obere Kopfhälfte verloren.

18.3.19
Habe geträumt, ich suche einen guten Kindertherapeuten für Alfons, der die Krankheit irgendwie überstanden hat, sie aber immer wieder ausbrechen kann.

1.4.19, früh
In der Küche war viel Dreckwäsche und Chaos. Wasser ausgelaufen. Ich kümmerte mich darum. Alex und Alfons wollen los. Alfons legt mir etwas zum Unterschreiben f.d. Schule noch hin und ich sehe, er hat keine Mütze, obwohl es draußen noch frisch ist. Ich hole schnell eine. Alex albert rum und sitzt in Alfons‘ Rollstuhl.

22.4.19
Alfons ist ein Kleinkind. Wir sind in einer Arztpraxis. Dort komme ich mit anderen Mütter und Vätern ins Gespräch zum Thema Stillen. Wie ich auch unter Brustentzündungen gestillt habe, wie belastend das war und das ich wahrscheinlich heute eher die Flasche geben würde, wenn es so schmerzhaft ist.
Alfons nahm ich auf meinen Armen und sage oft hintereinander: ich habe dich lieb… Mit dem Bewusstsein, er muss in 6 Jahren sterben.

24.4.19
Ich träumte von verschiedenen KARUNA-Arbeitskollegen und Jugendlichen. Manche spielten Tischtennis. Andere saßen und sprachen.
Ich wollte los. Zu Alfons. Er hatte sich Burger gewünscht.
Kurz fragten die Kollegen nach ihm. Ich sagte, es gehe um eine neue Therapie.

20.5.19
Ich habe Alfons gewaschen. Am Rücken und Po und ihn berührt im Traum.
Ich hab ihn auch spielen sehen mit einem Hund im Garten bei Tante Elke.

23.5.19
Ich träumte von Alfons als Baby und Kind.
In unserem Hof. Mit Kathrin, Dorothee (Fortbildung), Alex. Ich sah uns reden und eine riesige Erdbeerpflanze. Wie eine Fotoaufnahme.
Ich träumte auch von Carl und mir, heute beim Geldabheben. Und mit Alfons saßen wir in einem asiatischen Restaurant und der Wirt hatte mit Alfons eine Art großes Kuscheltier genäht aus zig einzelnen Fetzen. Und ich sagte zu ihm, er ist doch sehr geduldig. Ja, sagte der Wirt. Ich wollte ihm sagen, wie sehr krank Alfons ist, aber wir sahen einen Film über Alfons und darin kam sein Leiden vor. Davor bastelten Alfons und ich. Irgendwo im Urlaub. Alex kam mit seinem riesigen Auto. Draußen ging der Sprenger trotz Regen.
Ich sah Alfons nicht sehr deutlich.
Früh dachte ich, halbwach, er liegt in meinem Bett. Halbwach kamen die furchtbaren Erinnerungen zurück. 

9.6.19
Wir sind irgendwo zu Besuch, in einer Art Pension, die scheinbar zur KARUNA-Genossenschaft gehört. Carl ist da. Die Frau erzählt uns, dass sie auch malt und 400€ für einen Druck ihres Bildes bezahlt. Sollte sie das Bild verkaufen, hat sie noch den Druck. Und sie weiß nie, für wie viel sie das Bild verkauft bekommt. Carl sagt, wir haben doch auch Bilder, die wir verkaufen könnten. Ich sage, Kathrin hat sie gemalt.
Alfons ist auch da, aber ich sehe ihn nicht. Er sitzt im Rollstuhl. Ich sehe nicht sein Gesicht. Ich suche Sachen für ihn im Schrank heraus. So wie früher. Die Sachen sind neu gekauft, vor einiger Zeit. Ich erinnere mich im Traum.
Dann ist da noch jemand, der mir hilft mit den Kindern. Aber Alex ist es nicht. Jemand, der mit einem kleinen Handfeger ein Zimmer auskehrt, weil er sich nicht traut, um einen großen Besen zu bitten. Im Zimmer ist viel feiner Sand.
Wir laufen auch durch den Wald. Ich sehe da Carls Klassenkameraden und Eltern.
Dann wache ich auf und denke, ich muss alle Dinge hier im Haus sortieren, falls ich sterbe.

14.6.19
Fynn und Alfons waren auf einem Trampolin und pflückten von dort aus Äpfel ab, auch unreife. Ich schimpfte auf Fynn. Alfons sah ich nicht richtig.

27.6.19, nachmittags
ALFONS sagt freche Sachen zu mir, meckert in seiner typischen Art. MAMA… Ich nehme ihn und drücke ihn, fest und ich sage, wie schön ist es, dich zu halten und zu drücken. Dann wache ich halb auf und muss weinen.

9.7.19, früh
Wir haben als Eltern ein Fest vorbereitet. Ich u.a. auch in einem Zimmer, in dem ich mit Alfons übernachtete. Ich hörte von anderen Eltern, Alfons gehe es nicht so gut. Sie hätten auch einen Test machen und irgendwohin gehen müssen. Das holt er nach. Er sagt, und er sah älter aus: Alles war wie weggewischt. Ich erinnere mich an nichts mehr. Jetzt ist aber alles ok. Ich bin in Sorge.
Davor habe ich geträumt, wie ich auf dem Arbeitsamt Bekannte traf (Elli), die mich angriffen, warum ich ihrem Sohn zur Hochzeit nicht gratuliert habe. Und ich sagte zu ihr, hast du mir Beileid gewünscht?

Traum zeitlich zwischen dem 9. und 19.7.19:
Ich war mit viel Gepäck irgendwo. U.a. mit unbekannten Kindern, aber auch mit Manja, Jörg, Lotta, die rothaarige Frau mit ihren drei Kindern. Viele v.a. Manja sagten mir, sie haben mir etwas vorgemacht. Sie seien nicht so sozial, wie sie sagten und haben keine Lust, sich mit mir zu treffen. Sie hielten mich für aufdringlich und überengagiert.

19.7.19, früh
Alfons nimmt meine Hand und hält sie fest mit seinen zwei Händen. Er ist vielleicht fünf oder sechs. Er führt meine Hand zu seinem Gesicht. Schmiegt seine Wange daran. An seine und meine Hände. Eine Männerstimme singt fast: Das ist alles auf Erden, was ich brauche.

6.8.19, früh
Mach dir keine Sorgen, Mama. Er drückt mich fest. Umschließt mit seinen Armen meinen Hals. Ich habe ihn im Auto gelassen, als Elke und ich einkaufen waren. Und dann fiel es mir ein und ich lief zurück und er war am Auto, es war kein heißer Tag, und er sagte zu mir diesen Satz. Ruhig, lächelnd. Wie ich ihn kenne.

9.8.19, früh
Alfons und ich saßen am Tisch und bastelten und er malte mit Wachsmalern kräftige Bilder. Wir waren wahrscheinlich im Urlaub. Aber am Küchentisch saßen wir hier. Wahrscheinlich auch mit Alex. Dann nähte er und plötzlich war die Nadel durch eine Fingerkuppen gegangen. Noch ehe er es richtig realisierte, zog ich sie raus und holte Jodsalbe und Pflaster.
Wir sprachen auch und wanderten draußen .

10.8.19, früh
Alfons und ich waren in einem seltsamen Krankenhaus. Da war auch K.Sch.. Die weinte und die nicht angesprochen werden wollte.
Ich hatte Alfons auf meinem Schoß und im Arm und ich musste ihm sagen, dass er nicht gesund war, auch wenn es ihm halberwege gut ging. Dass es sein könne, dass er sterben muss, aber wir kämpfen und es gibt Behandlungen. Er wurde ganz still. Wir spazierten auf Feldern mit riesigen Wellen. Andere Menschen lagen dort auch auf Betten, die flach waren und mit dunkelgrünen Decken heimelig zurechtgemacht waren. Dann sahen wir riesige bronzefarbene Engel über das Feld laufen. Die Flügel angelegt, die Arme darauf auf dem Rücken verschrenkt. Sie liefen alle zu einem Punkt, wo schon viele waren und ich wollte das Alfons zeigen, aber er war nicht mehr an meiner Seite. Er unterhielt sich mit einem dieser Wesen. Ich ging zu unserer Unterkunft. Alfons und ich waren in einem Boot untergebracht, was nicht seetauglich war, aber was unser Zimmer war. Ich richtete es ein. Als ich wieder nach Alfons sah, sah ich, wie er auf einem Rad saß, hintenauf bei einem Jungen und dorthin fuhr. Ich lief hinterher. Sah ihn nicht mehr. Als ich näher kam, sah ich eine lange Prozession. Vorn lief ein schmächtiges, wackeliges Männlein. Vor einer weiß abgedeckten Barre. Er war der erste Träger. Lag dort Alfons? Dann kam einer mit einer Botschaft und sprach durch ein Hörrohr dem ersten Träger schreiend zu: deine Enkelin ist geboren. Und plötzlich, mitten in der Stille und Trauer, brach Freude aus.

Traum am 17.8.19, früh

Du musst so mutig sein, das wäre ja gelacht.

Ich bin mit Hannah, Alex, Samuel bei zwei Pärchen, die eine rustikale Kneipe leiten und mit uns in Kontakt kommen wollten. Die Tochter des einen Pärchens hat einen schweren Namen und eingekackert. Ich sage zu ihr: Ich habe einen Sohn, der ist unsichtbar, der lacht sich gerade kaputt, weil du hier so herumläufst.

Dann gehen wir spazieren und Alfons läuft ernst aber wohlgemut hinter mir. Ich drehe mich um und er sagt oder singt: Du musst so mutig sein, dass wäre ja gelacht. Oder so ähnlich.

Am 4.9.19, früh
Ich bin in der Kita und führe einen Papa in das Vorlesen ein. Alfons ist bei mir. Ich gieße ihm etwas Trinken ein, er nimmt sich etwas Essen. Später sitzt er neben mir im Auto. Schimpft, was sich Carl und Papa zum Abendessen ausgemacht haben. Dann schaue ich nach links, eine Mutter mit drei Kindern. Sie schaut mich an, ich frage sie etwas, denke, sie hat ihre Kinder. Schreibe mir etwas auf, im Traum. Alfons neben mir.

Am 6.9.19, früh
Ich trug Alfons, der langsam gesund wurde, auf meinem Arm. Viele alte Freunde waren da, die mich mochten. Birne, Wolfi, Flo, ein alternder Punk. Alle in Annegrets Wohnung, in die ich mit Alfons eingezogen war.  Draußen war aber Chaos, eine Art Zeltplatz, ein Lager mit zig Menschen. Wir standen beim Waschen an, da traf ich meine Schwester.
(…)

24.9.19
Im Traum hörte ich immer wieder Kinder, lachend, erzählend, etwas ausdenkend, ausgelassen, unbeschwert, und ich hoffte, als ich sie hörte, es ist Alfons. Und als ich sie sah, war Alfons nicht bei ihnen. Dann zupfte ich bei Elke im Hof Unkraut. Und Alfons war hinter mir, kleiner, und er hörte die Nachbarskinder und stieg durch den Zaun zu ihnen und spielte mit ihnen.

3.10.19, früh
Ich fuhr mit Alfons im Auto. Mussten es stehen lassen, weil es Gewitter gab oder etwas anderes, Bedrohliches. Wir liefen. Bei uns eine Kiste mit Sachen und obenauf ein Hund. An einer Weggabelung angekommen, hatte sich das Wetter beruhigt und ich wollte das Auto holen. Ließ Alfons warten und als ich zurück kam, war er weg, entführt. Und ich sagte mir, nein, ich nehme das nicht hin. Ich will die Zeit zurückdrehen, was ich konnte und Alfons war da und wir gingen das Auto gemeinsam holen. Und fuhren damit nach Hause.

mittags, 6.10.19
Wir sind im Auto. Kinder, Alfons, ich, Alex? Carl? Wir halten an, um etwas umzulagern. Dabei spricht uns eine Polizistin an. Ich packe etwas am Rucksack, bitte sie, mit jemand anderem zu sprechen oder zu warten. Dann müssen wir etwas unterschreiben. Alfons ist traurig, weil jemand etwas unterschreibt. Dann sage ich, aber wir beide unterschreiben etwas zusammen. Da werden seine traurigen Lippen froh, „cool“ und er lächelt. Wir warten, bis wir dran sind. Dann liegt seine Hand unter meiner und wir schreiben. Er ist stolz. Seine Lippen sind rau. Seine Hand eine Kinderhand. Sein Gesicht wie 10, 11. So nah.

17.10.19, früh
Ich habe Carl und Alfons zur Schule gebracht. Wir mussten warten bzw. ich habe sie abgesetzt in einer Art Wartegaststätte. Alfons wollte dringend Herrn Schenker etwas fragen. Sie wollten etwas bauen und Alfons hatte das übernommen und ich schrieb es mit ihm auf. Wir verabschiedeten uns und als ich aus der Gaststätte raus war, kam er mir freudig hinterher, um mich noch einmal zu drücken. Er war noch klein, sieben vielleicht.
Dann fuhr ich und war mit H. verabredet. Sie wollte,  dass ich eine süße Pizza hole. Ich wartete ewig, bis sie fertig war. 14€. Beim Warten traf ich Franziska und noch eine Mutti, die beide sagten, sie kommen nicht zu Alfons‘ Sterbetag. Kinder krank usw. Ich fuhr mit der Pizza zu H. Dort war auch U. Ich mochte ihn nicht beachten. Er tat, als wäre nichts passiert. Die Kinder stürzten sich auf die bunte Pizza. Ich zerschnitt und teilte sie und musste mehrmals laut werden. H. und U. amüsierten sich über meinen Versuch, Ordnung zu schaffen. Alfons bekam genug ab.

Am 21.11.19, früh
Alfons und ich haben Zeit miteinander verbracht. Wir mussten eine nasse Wiese überqueren und ich nahm ihn Huckepack und vorsichtig lief und watete ich hindurch. Teilweise war der Boden eisig. Wir kamen gut rüber und liefen dann immer noch Huckepack. Dann waren wir in einem Café und frühstückten. Eine Kellnerin kam und sagte, ihr seht gut aus und sie freute sich für uns.

22.11.19, nachts, früh
Wir finden einen Heiler. Er gibt Alfons ein Tongefäß mit bestimmten Steinen, es zerbricht später, als wir damit nach Haue fahren. Der Heiler ist bei uns. Und entzündet eine Flamme und Tonreste und kittet damit das Gefäß. Nichts darf da drankommen oder in die Flamme fliegen oder umkippen. Alfons sehe ich nicht sehr deutlich. In seiner blau-rot-weißen Übergangsjacke, mit seinem grünen Rucksack vom Ziegenhof.
Ich finde viele Weihnachtserinnerungen in einem Schub. Dann muss Alex Unterlagen bei dem Heiler ausfüllen, weil Alfons verstorben ist.

5.12.19
Wir als Familie sitzen in einer Art Grotte und winken in die Kamera. Alfons lacht und hebt die Hand wie zu „Gib fünf“.

6.12.19
„Pass auf, so viel Modder“.
Alfons sitzt 2 mal auf Toilette mit heftigem Durchfall. Er ruft „Mama, ich bin fertig“ und ist vollkommen bekackert. Er ist noch klein, ganz dünn,  kränklich.
Alex taucht dort auf. Immer Streit.
Auch Manja, Sandy… die Muttis der Freunde. Unehrlichkeiten. Elke Klein hat etwas für Alfons. Und sagt, niemand wollte etwas schreiben. Dann sind unsere Jugendlichen da. Mich ruft die Polizei an, N. und M. haben sich das Leben genommen.

17.12.19
Wir waren im Haus meiner Oma. Alex, draußen spielte Carl mit Carmen und Dominik, Freunde, Fremde…. Alfons und ich machten uns nach einem langen Mittagsschlaf auf den Weg zu einem Konzert. Ich packte uns einen Rucksack, nahm warme Sachen mit für die Nacht, unsere zwei Schlafsäcke. Wir wollten uns mit Markus treffen. (Ich hatte gestern Abend tatsächlich eine SMS von ihm bekommen und sie noch nicht abgehört.) Und im Traum hörte ich sie ab und es ging darum, wo wir uns treffen wollten. Alfons freute sich. Der Reißverschluss der Jacke stach in seinen Hals. Ich öffnete ihn. Er war noch kleiner, vielleicht 7.

Am 24.12.19 früh
Der Traum hatte mehrere Szenen.
Ich ging mit Carl zu einer Art Vorabiveranstaltung, wo verkündet wurde, mit welchem Ergebnis zu rechnen ist. Wir rannten, Carl und ich, weil wir spät dran waren. Er zog mich leicht. Ich rannte Hand in Hand mit ihm, aber meine Beine bewegten sich kaum. Es war ihm und mir ganz leicht, so schnell zu sein. Es waren alle Klassen da und alles war sehr feierlich. In goldenes Licht getaucht. An einem Schwimmbecken, dass sich wie vor der Bühne, wie ein Orchestergraben, entlangzog. Momo K. gestaltete das Programm. Sie trat als Engel auf und kam immer mit Menschen aus der Tiefe in einem gläsernen Fahrstuhl nach oben gefahren. Das war links neben der Bühne. Wir standen auf der Bühne. Carl sah ich nicht mehr. Im Wasser schwammen, tauchten Kinder und Erwachsene, ganz in Blau angezogen. Ganz seicht. Momo hatte auch einen langen verzweigten Stab, mit dem sie etwas Unsichtbares einfing oder verjagte…
Dann war eine Art Sanatorium. Dort sah ich auch Mike. Ich packte für Alfons seine Sachen für die Klinik. Ich saß auf seinem Bett und wir sprachen darüber, was ist, wenn er sterben muss. Er sah mich nicht an. Schaute nach unten. Saß in seinem Schneidersitz da. Wirkte leer, verzweifelt. Er sagte, wir haben uns für die Behandlung entschieden…
Dann fuhren Alfons und ich und wir trafen uns mit Tante Elke. Wir parkten über einem hohen Schneeberg auf einem Parkplatz. Alfons wollte mit Elke einen Einkaufsbummel machen?…
Dann sah ich, es war Sommer, seine Freunde, Alfons sah ich nicht, und Frau Saupe sagte, sie gehe nach Kolkwitz in den Hort und Frau Hinze beugte sich über uns und sagte etwas, was noch getan werden muss…
Dann waren Alfons und ich im Auto, mit Blumen, um uns von jemandem verabschieden zu gehen. Ich weiß nicht, wer die Leute waren. Ich denke, Tante Veronika. Alfons saß am Tisch, abwesend, als Alex und Julia reinkamen. Sie sagten, wir sagen nur kurz Hallo und kommen später noch mal, um uns anwalterisch beraten zu lassen. Ich war außer mir. Dann saß Alex aber auf dem Sofa, weitab vom Tisch, nicht bei Alfons, und eine Tante brachte ihm Pizza und ich beugte mich über ihn und schrie ihn an, während er seelenruhig seine Pizza aß: Was ist, wenn Alfons sterben muss? Und ich drehte mich um und kniete mich vor Alfons und schrie: Was ist, wenn du sterben musst? Er sah so traurig vor sich hin. Sein Blick ging an mir vorbei. Ich war voller Schmerz. Ich schrie und schrie es immer wieder, laut und wachte davon auf. 

geträumt 2020

12.1.20 Kurz vor 24 Uhr
In einem Raum sind Alfons auf dem Sofa, ich, noch mehr, meine Schwester kommt mit Schnittchen rein. Alfons freut sich, hat Hunger. Ich ziehe ihm seine Socke an, in dem noch andere Socken stecken. Zwei übereinander.  Im Haus wohnt ein Chinese. Aus Wut hat er das Wasser der Heizung abgelassen und wir frieren drin. Es ist das Haus meiner Oma.

Traum am 16.1.20 FRÜH
Alfons hat vergessen, wer er ist, wer wir sind. Oma Hoyerswerda ruft an und sagt, Alfons weiß nicht, wer er ist und wer sie sind. Ich habe sie angeschrien, sie sollen ihn damit nicht quälen. Ich höre seine Stimme im Hintergrund. Traurig. Verzweifelt. Er ist ungefähr 7 Jahre. Ich weine und sehe Alex verzweifelt an: egal was zwischen uns ist, ich habe solche Angst um Alfons. Ich überlege, wann ich ihn da letzte Mal umarmt habe. Bin so verzweifelt, weine, im Traum und weine im Bett liegend und werde wach.
Später:
Ich bin mit Alfons am Bahnhof. Arbeite. Habe wenig Zeit. Will aber mir ihm spazieren gehen. Treffe Katja und Burkhard Strelow. Wir rauchen. Reden über die Bank. Warum sie mir nicht geantwortet hat. Sie sagt dazu nichts. Wir gehen und sehen vor uns Kinder mit jemandem einen Kuchen teilen. Hinter Alfons steht Carl. Alfons hat genaue Vorstellungen zum Schneiden und Verteilen. Er macht seine typische Geste, kategorische, mit der Hand. Die er senkrecht anstellt und damit dann etwas zeigt. Das war im Traum, aber das mit der Hand machte er tatsächlich so!!!

18.1.20 früh
Sabine vom Ziegenhof nimmt Alfons mit zu einem extra Ausflug, verbunden mit Sport und Bewegung. Sie geht mit mir auch zu einem Arzt, aber Alfons ist schon tot. Beim Arzt läuft ein Film über Alfons. Ich weine, kann nicht mehr erzählen.

Wir waren auf einer Feier. Viele Leute. Mit Carl und Alfons. Wie Jugendweihe für die ganze Klasse? Alfons nutzte wieder sein Portemonnaie, was ich bei mir trug bei der Krankheit und jetzt war er gesund und er zählte sein Geld. Da waren noch andere Sachen drin u.a. die Bibel von Alex. Ich gab sie ihm. Er schaute verächtlich darauf.
In dem Traum hatte ich Angst, Carl muss sterben. Aber alles war gut.

Am 21.2.20
Ich suchte in einem Laden mit Andreas einen Schlafanzug für Alfons aus. In seiner neuen Größe. Dann musste ich mit Alfons zum Lungenarzt und dann zum Kinderarzt. Weil es parallele Termine waren, setzte ich Alfons schon beim Lungenarzt raus und beim Kinderarzt holte ich nur Unterlagen und die Eltern dort fragten, was mit Alfons sein und ob er Leukämie hat und ich sagte, nein, MDS. Und er hat nur eine Behandlungschance und ein fremder Vater erklärte, die Gefahr ist, dass er seinen Körper abstößt.

Am 22.2.20
Alfons und ich waren mit seiner Klasse unterwegs. Kinofilme angucken. Er war kränklich, aber er konnte mitkommen. Wir waren auch irgendwo gemeinsam untergebracht. Dort haben wir die drei Bahnhofskatzen gefüttert, bevor wir los sind. Machten auch noch Brote für unterwegs und Alfons musste auf Toilette und im Bus sagte er mir, sein Zimmer war abgeschlossen und er musste unten auf Toilette gehen. Vor dem Bus warteten viele Eltern, auch K.Sch.. Sie war superfreundlich. Sie wollten alle nur das Programm, was ich ausgedruckt hatte. Dann gab es noch die Frage, wer die 40€ einsammelt pro Person. Wir fuhren dann mit einem Reisebus nach Cottbus und dann ein Teil weiter nach Berlin. Und Alfons und ich wir hatten noch gar nicht genau besprochen, in welchen Film wir wollen, da sehe ich ihn in Cottbus aussteigen und mit einem Mädchen aus seiner Klasse ins Kino laufen.

28.3.20 früh
Ein Kindergrab neben Alfons. Für Vivien. Mit einem digitalen Bildschirm, dort laufen Filme der 16jährigen. Alfons‘ Grab ist voller Geburtstagsgeschenke. Die blaue Bank bekommt einen neuen Platz.

3.4.20
Alfons rannte über den Hof. Vom Haus in Richtung Büro. Er rief etwas laut. Er trug die Sachen von Carls Schulanfang.

10.4.20
Alfons und Carl haben fern gesehen und ich habe ihnen Würstchen gebraten. Streit mitAlex, der zu Hans wollte. Aber der hatte das Auto genommen. Ich räume die Spülmaschinen aus. 

17.4.20
Wir wollen Alfons‘ Geburtstag feiern und Kathrin ruft an, sie können nicht kommen. Putzen Fenster. Und ich sage, es gab ja auch keine Einladung und für sich ist es doch ohnehin so, dass du mit Alfons nichts anfangen konntest.

21.4.20
Alfons und ich fahren im Auto. Endlos durch wahrscheinlich bayrische Städte und Dörfer. Ich bitte ihn, eine WhatsApp an Paluna zu schreiben, die uns sucht oder wir sie? Sie kann uns nicht anrufen, weil sie auf ihr Handy nicht zugreifen kann… Dann treffen wir Andreas. Sehen, was Alfons für eine schöne Nachricht voller Zeichen und mit einem Fotos, doppelt fotografiert, an Paluna verschickt hat. An anderer Stelle im Traum laufe ich mit Andreas und voller Gepäck und mit Kuchen.

Dann komme ich mit Alfons nach Hause und Alex und Hans haben im Hof alle Bäume abgesägt und waren stolz, daraus irgendwelche sinnlosen Männchen gebaut zu haben. Ich habe um die Bäume geweint.

8.5.20, Mittagsschlaf
Wir sind in Familie irgendwo essen und übernachten. Alfons springt herum. Will vielleicht einen Obatsalat. Elke isst Steak. Ich sage zu ihr, Alfons ist krank und er wird sterben. Ich muss ihn halten, jeden Tag. Dann Protest aus einem naheliegenden Waschraum. Alex wäscht Alfons, der mich ruft. Ich winke durch das Fenster und sehe, wie müde er ist. Dann haut er frisch gewaschen ab. Barfuß. Ich laufe hinterher, ziehe ihm seine Sandalen an. In seinem Rucksack etwas zu essen. Ich sage, wenn du hier runter läufst, dann unten nach rechts. Er zeigt mit dem Arm, wo rechts ist. Dann bekommst du Antje und Veronika noch ein.

Alfons war inmitten von Alex, mir, Carl und anderen Kindern. Er spielte mit ihnen und wurde im Spiel ein Schmetterling. Ich war sauer auf Alex, weil er gesagt hat, er passt auf ihn auf und es dann nicht getan hat. Aber ich hörte Alfons mit den Kindern lachen.
Ich habe Unmengen an Geschirr abgewaschen. Ich weiß nicht, wo wir waren. Alfons‘ Gesicht tauchte immer wieder auf. Ich sortierte etwas, fand so viele Asterix und Obelix Zeitungsartikel. Und ich fragte Alex, ob Alfons sie gesehen hat und er sagte ja, er hat sie sortiert und mit ihnen gespielt.
Dann war auch Jörg da und ich im Drugstop.

19.5.20
Alex, die Kinder und ich sind umgezogen. In eine kleine Neubauwohnung. Wahrscheinlich in der alten Wohnung gab es einen Abschied über den Elke Klein schrieb, dass es stank und keine Art und Weise war. Wir hatten zwei Katzen und ich sagte zu Alex, wir müssen die Toiletten immer sauber halten. Ich war unten und wusch Geschirr ab, oben weinte Alfons weil Alex weinte. Bei Carl sah ich nur sein Zimmer.

24.5.20
Alfons hat mich angeguckt und mit etwas gesagt. Er war 5 oder 6. Ich habe es vergessen.

20.6.20
Alfons‘ Gesicht war ganz groß vor mir.

11.7.20
Ich weiß nicht, wo wir waren. Ich schmierte Alfons Schnittchen mit Marmelade. Er lag auf einem Sofa und schaute fern. Später rochen wir wunderbare Äpfel an einem alten Baum. Er gehörte Verwandten von Andreas. Alex telefonierte wichtig.

18.7.20
Alfons mit dem Rad. Ich suche sein Gebasteltes zu Hause. Alex hat alles irgendwohin geräumt.

19.7.20
Arbeit, Teamsitzung, Projekte. Alfons ist bei einer Tagesmutter. Er ist noch klein. Sie fahren im Auto vorbei. Er sieht mich und ruft: Mama, wann kommst du, ich warte schon auf dich. Und zu einer Freundin sage ich: Ich höre auf mit der Arbeit. Er ist todkrank und stirbt, was soll ich da noch arbeiten. Ich muss bei Alfons sein. Aber rundherum so viel Arbei und Menschen, die etwas von mir wollen.

2.8.20
In der Nacht war Alfons bei mir, so real schien es im Traum. Er kam in mein Bett und wir haben lange gekuschelt. Ich habe ihn berührt und im Erwachen fühlte es sich ganz lebendig an.

30.9.20
Mit Alfons beim Zahnarzt.

1.10.20
Kathrin getroffen, die mich um Verzeihung bat. Wir waren am Grab bei Alfons, was vollkommen zugeschneit war, 1m dick. Im Kinderwagen saß die kleine Pauline.

Wir haben den Zuschlag nicht bekommen und ich habe geweint und argumentiert, warum wieder entkoppelte Jugendliche leer ausgehen, aber das Staatstheater Geld bekommt und Gymnasiasten, die sich mit einer Sprache beschäftigen.

13.10.20
Wir waren zu dritt im Urlaub,  Alex, Alfons und ich. Alfons war sehr sehr dünn. Und hatte viele blaue Flecken. Er zog sich an. Ich half. Ich sah im Traum seine Unterwäsche. Er sagte, die Schlüpfer drückt immer und ist zu groß. Ich suchte eine andere heraus.

30.10. bei Susan
Alex und ich haben Alfons mit dem Rad nach einem Fest (da sah ich einen dicken Peter R. und seine Frau) mit vielen Kindern zum Bahnhof in Weißwasser gebracht. Alex war anders. Mitfühlend, verständnisvoll,  anteilnehmend… Wir waren bepackt mit Alfons‘ Schulsachen. Er war ungefähr 7, 8. Draußen vor dem Bahnhif war Magret. Sie höhnte. Drinnen hatte Alfons sich eingepullert. Alex wechselte gerade die Sachen. Ich half Alfons beim Anziehen. Doppelt und dreifach Kapuzenpullover. Ich sagte zu ihm, dass er sich bei sich zu Hause in Cottbus ausziehen und duschen soll. Die Spielsachen entschieden wir, später hinzubringen. Alfons wohnte allein in Cottbus , weil er dort zur Schule ging. Er schaute traurig und ich sagte, ich bringe dich mit dem Auto nach Cottbus oder bleib hier. Und er war froh.  

14.12.20
Alfons und ich spielten zu Hause. Elke sendete uns Nachrichten, Sprachmemos, aufgeregt. Ein neues Cybervirus sei unterwegs. Sie stellen auf Arbeit alles auf Karteikarten um. Alfons saß auf dem Bett und hörte sich alles an. Ich nahm das Handy, weil ich nicht wollte, dass er sowas Schlimmes hörte. Ich hatte Sorgen um Carl. Rief ihn an. Er war in Unruhe, erklärte, was passiert war und was noch drohen würde, ohne das ich etwas verstand. Dann fragte ich ihn: Willst du nicht nach Hause kommen? In dem Moment war Carl weg. Freunde riefen an, er sei tot. Die Worte „nach Hause“ hatten ihn getötet.

23.12.20
Ich habe Alfons, er war ganz dürr und krank, aber lebendig, durch eine Flut getragen. Irgendwo am Meer. Da war ich mit Carl und Alfons, auch Kathrin war dort, Volker, Alex, Julia, viele. Sie feierten ihr neues Leben und alle taten, als wäre Alfons tot. (Ramona schickte mir von ihrer Kur Bilder, auf denen sie an Alfons dachte an einem Gedenkort.) Aber das war er nicht. Ich musste mit ihm zum Arzt und auf dem Rückweg begann die Flut und ich trug ihn, geschützt von meiner Jacke, bequem für die Beine. Er sagte, alles ist gut, nur deine Haare stacheln manchmal. Wir entkamen immer dem Wasser. Als wir uns ausruhten, wollte ich nach dem Weg schauen, weil Carl nicht ans Handy ging und wir Sorge hatten, sie sind schon losgefahren. Da kam ein Mann, der uns in der Dunkelheit den richtigen Weg zeigte und in kurzer Zeit waren wir da. Auch dort war alles überschwemmt und in einer fürchterlichen Unordnung. Eine alte Frau, die wie kannten, lag und war dement und wir suchten weiter Carl und die Hausleitung sagte, er ist weg und hat für die alte Frau für 5 Jahre im Voraus bezahlt. Wir waren verzweifelt und dann sah ich ihn und wir waren so erleichtert mit Alfons. 

geträumt 2021

12.1.21
Ich habe Alfons beim Erwachen, und ich dachte ich bin wach, laut „Mahamaaamaa, Maamaa“ rufen gehört. Ich hab mich im Bett schnell umgedreht, aber niemanden gesehen.

22.1.21
Ich half Alfons beim Packen und Verschnüren von Schuhen und Sachen. Wir packten sehr viele seiner Sachen. Ich sah die mit Kreppband verschnürten Schuhe ganz nah und Alfons, wie er alles geduldig ausführte.

30.1.21
Alfons, Carl und ich wollten verreisen. Getrennt. Die Jungs auf Klassenfahrt. Meine Sachen standen nach der Verabschiedung und der Wegfahrt von Alfons und Carl auf der Straße, allein, und ich wusste plötzlich nicht mehr, wohin ich eigentlich wollte.
Davor habe ich lange die Sachen mit den Jungs zusammen gepackt. Einen gelben Regenmantel für Carl. Alfons packte ich einen Beutel Decke und Isomatte, dann hatte er noch einen Rucksack für den Rücken. Den Beutel verstauten wir mit Hilfe eines nicht bekannten Mannes in einem großen Auto. Carls Sachen sah ich nicht mehr und ich weiß nicht, ob sie auch auf dem Auto waren. Ich denke, die Klassen sind getrennt gefahren. Zwischendurch band ich Ole Koch die Schürsenkel zu, sie waren so lang und alt und porös und es dauerte ewig. Dabei schaute mir Luellas Vater stumm zu. Zum Abschied umarmten wir uns drei. Carl, Alfons und ich. Inmitten einer verschneiten Landschaft und erst dann stellte sich heraus, dass der Papa verstorben war. Wir weinten und hielten uns fest umfangen und ich sprach tröstend zu den Kindern.

Im zweiten Teil des Traums standen Erwachsene und Kinder, auch Alfons, auf der Bühne des Cottbuser Theaters und wir haben ein Stück gespielt. Zuerst tanzten wir. Ich sah die ganze Zeit auf meine Füße und folgte den Tanzschritten. Nach der Szene stellten wir fest, dass der Vorhang noch zu ist und er wurde geöffnet und da saßen nur 20, 30 Personen. Auch Alex und Carl und bei Carl saß noch jemand, den ich nicht erkannte im Traum. Sie lachten und winkten uns. In der nächsten Szene gab es auf der Bühne eine Art Markt aus lauter Süßigkeiten und wir konnten damit unsere Freunde unter den Zuschauern versorgen. Susan war auch da und holte sich eine Schokolade, die ich ihr empfohlen hatte und die sehr lecker war und sie fragte, ob sie sich ein weiteres Stück nehmen darf. Alfons brachte Carl eine Tüte Flips. Da sah ich auch, wie Sandy lachend mit ihren 4 Kindern kam und Platz nahmen. Ich denke, es war eine Probe des Stücks. Dann kam eine leitende Frau des Theaters im Barockkleid und sie zeigte mir außerhalb des Saales eine Schleppe für unser Stück und sprach davon, wie wenig Wasser wir für die nächste Szene verbrauchen würden. Und ich sagte, das Andreas und ich den Brunnen in Reparatur gesehen hätten. Dann liefen wir am Brunnen vorbei, zur Schleppe die aus Lehm war und sich auch nicht mitnehmen ließ. Gegenüber eine lange Schlage von Menschen. Die Karten für unser Stück kauften. Corona war wahrscheinlich vorbei.

4.2.21
Ich habe mit Alfons gesprochen. Meine Mutti ist gestorben und wir haben darüber gesprochen, wann er sie gesehen hat und wann sie sich noch einmal umarmt haben. Er lächelte mich an. Er sagte, wir haben uns dann und wann im Hausflur gesehen und uns leicht umarmt. Ich sah seine schlanken Hände, seine schwarzen Haare. Warum lebte er nicht bei mir? Julia und Alex waren da. Elke. Heiko sah ich, ohne meine Schwester, was von allen so hingenommen wurde. äußerte sich ohne Verständnis.
Dann war ich bei einem mobilen Brotverkauf. Wartete dort mit meinem Auto, traf Rosi und Arno mit einem von Schildern übersäten Autoanhänger.
War in einer Schule, in Supervision und erhielt mein Abitur. Eine 2, aber mit allen zugedrückten Augen.

5.2.21
Ich habe Alfons angezogen oder dabei geholfen. Er wollte mit Carl und Papa irgendwohin. Er band sich Schlüsselbunde um die Beine und ich hatte Angst, sie rutschen runter und er verfängt sich darin. Alex hatte was dagegen und dann sagte ich, mach sie an den Schlaufen im Hosenbein fest und dann sagt Alfons, dass er das getan hat und er war sauer, dass ich ihm nicht vertraut hatte. Und Alex ging es zu langsam und ich musste ausgleichend sein und es kostete mich Kraft. Es war so schön, die Geräusche im Flur, die Stimmen, die Bewegungen….

6.2.21
Wir waren mit einer Gruppe unterwegs. Menschen aus dem Bahnhof, Fremde. Auf einer Art Seminar? Alfons war dabei. Auch viele Jungs aus seiner Klasse. Alfons machte manche Spiele mit, oft saß er aber auf meinem Schoß oder ruhte sich aus. Er war viel müde. Wir sprachen miteinander. Ich hatte ihn so nah vor mir. Am Waschbecken, wenn ich ihn mit einer Decke noch zudeckte… Ich erinnere mich nicht mehr an die Sätze, die er sprach….

19.2.21
Carl und Alfons lagen auf dem Rücken auf der Wiese, aufgestützt auf ihre Ellenbogen. Sie waren noch klein. 12 und 4 vielleicht. Da drehte sich Alfi zu mir um, lachend. Ich sah ihn nah bei mir. Ich streckte ihm meinen nackten Fuß entgegen und unsere Füße rieben sich. Ich erinnerte mich an seine Füße und Zehen und Zehennägel. Dass das verloren ist, ist unbegreiflich.
Ich war davor oder danach noch in einer Wohnung, an der viele Bilder von Alfons und Carl hingen. Sie waren alle von Alex. Und wir wohnten dort mit Jannis und seinem Freund.

27.2.21 früh
Das erste Mal seit dem Tod von meiner Mutti (1994) träume ich von ihr: Alfons und ich müssen durch einen engen Gang kriechen, um zum Bad meiner Mutti zu kommen. Dort räumt sie aus, da sie auszieht. Alfons und ich helfen ihr, die Dinge durch den engen Gang zu transportieren. Ich gebe Alfons zwei leichte Bilder und nehme selbst eine Sammlung aus Muscheln, Seifen, Murmeln, Steinen….

1.4.21 (eine Stunde nach dem Einschlafen, das Einschlafen ging in eine Schlafparalyse über)
Zwei Männer stiegen ins Haus. Sie wollten mich. Es gelang mir nicht, auf dem Handy den Notruf zu wählen. Carl kam mit Alfons vom Spielen rein. Ich schickte sie auf die Couch. Dann musste ich mit den Männern mit. Es kam ein Dritter, dann ein Vierter dazu, dann eine Frau. Sie sollte mich zuerst vergewaltigen. Ich hatte Angst, ich werde sterben dabei, wenn es immer mehr werden.
Dann ruft Alfons „Mama“, fragend und kurz, schnell, dann „Maamaa“, lang, schon dringlich, immer noch fragend. Alfons ruft mich von oben. So ist Alfons oft aus dem Bett an die Treppe gekommen, wenn er wach wurde und ich lag noch nicht neben ihm. Ich wollte wach werden und konnte es nicht. Ich dachte, er ist da und ruft mich. Ich will zu ihm, ich wache auf und merke, wo ich bin und weine weine weine.

Im April 2021
Alfons zu fremden Menschen gegeben, Kathrin Fahne, 030 6656, Bahnhofstraße. 30

Ca. Am 14 oder 15.4.21
Geträumt von Alfons und zu lange nicht aufgeschrieben und vergessen.

20. zum 21.4.21
Im ganzen Traum suchte ich nach Kontakt zu Alfons. Es war mir bewusst, er ist tot, aber es war so, als wären auch alle Erinnerungen weg. Und nur wenn ich Fotos sah, sah ich ihn. Etwas war auch mit Carl. Alex und ich waren in Amerika im Urlaub und wir trafen Leute, die uns helfen wollten, Carl zu finden. Wir reisten mit Motorrädern als Sozius durch die Wüste. Dazwischen tauchten Markus und Steffen auf. Sie beteiligten sich auch an der Suche. Ich litt die ganze Zeit ohne Alfons.

22.4.21
Alfons und ich fuhren in einem Bus, Stadtlinie und ich zog ihn an. Spielsachen? Und er wollte nicht oder es allein machen.

8.5.21
Ich habe im Traum ein Kind sprechen gehört und es an der Stimme erkannt: Alfons. Er sagte etwas zu mir, froh, wie immer. Mama…

12.5.21
Die ganze Familie ist da. Alfons ist klein. Alle Kinder sind in einem Alter. Elke, Julia, Andreas, Alex, Carl, Oma Maxi. Ein großer Hund war da. Ihm fielen die Haare aus. Später erbrach er sein Innerstes. Wir bereiten ihm neben der Haustür bei meiner Oma ein Lager. Alfons legt ihm ein Kopfkissen hin und Decken. Der Hund legt sich hin und setzt sich eine Mütze auf. Alfons streichelt seine Haut. Sie ist porös. Er frisst Minze und Erdbeerblätter, die Alfons und ich gesammelt haben. Niemand weiß, ob er es schafft.
Aber ich weiß bereits in dem Moment, das Alfons sterben wird.

13.5.21
Carl und Alfons sind jung. Sie lachen. Toben. Kugeln sich nackt auf der Erde. Ich versuche sie zu fassen. Sie necken mich. Ich sehe Alfons‘ Leberfleck in der Kuhle unterhalb der Kehle. So nah. Ich muss weinen und wache auf.

30.5.21 früh
Alfons war vor mir, lachend. Er zog sich an oder machte etwas und wir sprachen und lachten. Er sah groß aus. Wir sagten, wir können uns endlich wieder umarmen und drücken.

13. oder 14.6.21, früh
Ein langer Traum von Alfons. Wir haben gesprochen und uns fest gedrückt.

30.7.21
Ich habe Alfons berührt, beim Hochheben auf meinen Schoß.

15.11.21
Endlich habe ich wieder von Alfons geträumt. Wie schon vor ein paar Tagen einmal. Jetzt saßen wir im Auto und fuhren von A nach B und sagten, wenn wir angekommen sind, lese ich aus einem Buch vor. Darauf haben wir uns gefreut.

geträumt 2022

9.1.22
Ich habe Alfons gewindelt. Er hatte in einem seltsamen Glas mit Flüssigkeit überlebt oder geschlafen. Später habe ich sehr mühselig unser Auto sauber gemacht. Alex hatte es sich erst einfach weggenommen, als wir an einer Schule von Carl etwas feierten. Carl legte dort auch als DJ auf. Wir konnten so alle Blumen und Geschenke von Carl nicht abtransportiert. Bei all dem Chaos hatten Alfons und ich gute Laune. Obwohl wir uns über Alex ärgerten.
Ich bin bei Susan und habe schon eine Nacht vom dem kleinen Alfons geträumt.

27.1.22
Ich habe in diesem Traum Alfons‘ längere Haare zu einem Zopf gebunden, aber das hielt nicht. Da machte ich zwei Zöpfe draus. Alfons war übermütig, aber hielt geduldig still beim Zöpfemachen. Er war nackt und sein Körper unversehrt.

5.-6.3.22
Ich habe zum zweiten Mal (im Feb. 21 zum ersten Mal) nach vielen Jahren von meiner Mutti geträumt. Ich sah sie so jung, wie sie gestorben war und ich erzählte ihr von Alfons. Es schien, als wüsste sie von ihm und seinem Tod. Sie sprach ruhig und trauerte mit mir. Dass es sehr schlimm sein muss für mich. In dieser Art. Ich sah auch kurz Alfons und andere Kinder. Manche waren mit Eltern, die sie anschrien und in diesem Fall ging ich auf die Frau zu und sagte ihr, dass auch emotionale Gewalt Schäden beim Kind hinterlässt. Das war in einer Gaststätte. Da ich zaubern konnte, wünschte ich mir auf jeden Tisch üppige Tulpengestecke bzw. Vasen voller Tulpen. Wir saßen im Garten der Gaststätte. Die ganze Familie. Mein Opa kam auch. Ich glaube, Alfons saß rechts von mir und Carl links. Aber so genau sah ich das nicht.
Ich habe in der letzten Zeit nur zwei Mal von Alfons geträumt. Einmal bat ich ihn, dass er sich etwas Warmes anzieht. Nie sah ich ihn nah. 

27.5.22
Von Alfons geträumt. Wir haben an einem Kirschzweig gerochen.

27.6.22
Sein Ranzen lag auf der Erde. Daneben Schuhe, Reste vom Essen, Hausaufgaben. Er war im Haus. Gerade aus der Schule gekommen. Alex war plötzlich in dem neuen Haus. Er drohte mir. Dabei wollte ich mit ihm sprechen, ob wir Alfons einen Flug schenken, wenn die Krankheit überstanden ist.

20.7.22
Traum vom Baum: im der Schule neu gepflanzte Bäume und ein alter Baum für Alfons. Mit einer Tafel. Darauf hinterlassen Menschen ihre Erinnerungen an Alfons. Andreas und ich sind dort und sortieren die Dinge, die die Menschen bei Alfons hinterlassen.

3.8.22
Traum vom Zug, in dem Alfons ist. Ich kann ihn nicht erreichen. Muss zuvor Sachen bei Alina holen und finde die Wohnung nicht.

27.8.22
Wir sind bei Manja, alte Wohnung, um uns wegen Alfi zu treffen, aber dann ist Alfons da. Manja schenkt ihm einen Pullover. Alle sind da und spielen zusammen.

zweidrei Tage vor dem 17.10.22

am 23.10.22
Ich schlafe unruhig im Traum. Mache Licht an und aus. Dann höre ich Alfons im Nebenzimmer wach werden, aber er kommt nicht rüber. Später gehe ich zu ihm. Er liegt unter vielen Decken. Kränklich und verrotzt. Ich wasche sein Gesicht vorsichtig mit Tempotaschentüchern, weiche die verkrusteten Stellen ab und ziehe ihn an, frage, ob er so zur Schule will.

27.11.22
(Ich habe eine Schlafparalyse) Träume, Alex belehrt mich wegen des Hauses. Dass ich es mit Herpes nie schaffe. Ich träume im Traum und will aufstehen und nach Alfons schauen. Er liegt im Bett und ihm fällt ein, dass er noch Hausaufgaben machen muss. Die drei Arbeitsblätter, Mama. Ich werde sauer, meckere und gehe dann zum Bett und umarme Alfi und entschuldige mich. Nicht so schlimm, Mama. Doch, ich soll nicht so meckern. Dann machen wir sie morgen früh. Wir drücken uns sehr.
Ich erwache weinend.

13.12.22 früh
In dem Traum balgten und scherzten Alfons und Carl zusammen, neben mir am Tisch. Ich weiß nicht wo. Es war Sommer. Sie waren glücklich.

Am 14.12.
Alfons, Hannah und ich waren unterwegs. Die Straße, um die Stadt zu verlassen, war eine Sackgasse. Wir unternahmen mehrere Versuche. Dann entschieden wir, Alfons geht erstmal in seinen Kindergarten. Das war in Weißwasser. Als wir ihn später abholten, weil wir nun mit dem Zug die Stadt verlassen wollten (nach Berlin?), fanden wir ihn in einer Kita vor der eigentlichen Kita. Da kannte er eine Erzieherin. (Eine Mutti hier aus Köbeln.) Wir brauchten lange mit dem Anziehen und dann war es zu spät für Berlin und wir suchten Trost in einer anderen Beschäftigung.
In den Träumen sind die Gesten, Worte, Handgriffe vertraut, wie ich mich um Alfons kümmere, mit ihm spreche und er mit mir. Es ist eine Ungeheuerlichkeit, dass das so brutal beendet ist.

Ende des Jahres immer wieder Träume mit Alfons, ganz unterschiedlich alt.

geträumt 2023

31.1.23
Wir sind bei Maxi-Oma im Haus. Oben in der Kammer. Ich schaue rein, vorsichtig, weil ich nicht weiß, wie sauber es ist. Alfons sagt hinter mir: Ich schlafe in dem Bett, in dem du als Kind immer geschlafen hast.

16.3.23
Die Schule hat einen alten Hydranten im Schulgebäude zum Gedenkort für Alfons hergerichtet. Ich traf dort Manja. Hochschwanger mit einem Mädchen.
Dann war Alfons bei mir. Wir haben uns umarmt, gelacht, gekuschelt.
Davon träume ich fast jede Nacht, aber immer verbunden mit einem Alptraum. Jede Nacht sehe ich Alfons unterschiedlich klein zumeist. Am Tage fluten mich die Erinnerungen. Sehe ich sein Foto, kann ich nicht fassen, dass er weg ist. 

25.6.23
Von Alfons und seinen Aufgaben in der Schule geträumt. Wie ich ihn unterstütze. Wie wir reden und uns absprechen. Ich habe eine Veranstaltung in der Schule, habe seine Klasse unterstützt.
Dann habe ich geträumt, dass ich Andreas mitgenommen habe. Wir waren zusammen. Im Auto sieht er in einem entgegenkommenden Auto eine bekannte Person und will zurück, doch zur Gedenkveranstaltung. Ich wollte ihn erst am Straßenrand absetzen, weil er darauf bestand und unleidlich wurde. Dann fuhren wir weiter, drehten um und ich wollte ihn zurückbringen.

1.7.23
Im Traum war Alfons im Bettchen am Fußende von meinem. Als er aufwachte, krabbelt er rüber. Wir kuschelten. Sein Körper war voller Flechten. Aber er wollte sich nicht waschen lassen. Er tanzte in der Wohnung rum, die völlig verkeimt war. Mit 3 Hunden. Ich begann aufzuräumen.

6.7.23 3 Uhr
Träume davon, Freunde, und u.a. auch ich, verstecken sich auf dem obersten Dachboden in Polen. Wir sind sehr viele. Ausgeklügelt. Ich hole Carl aus Deutschland und kann ihn nach tagelanger Flucht retten. Mich nehmen direkt am Eingang zum geschützten Ort Anwohner fest. Aber Carl ist sicher.

19.7.23
Höre Autoradio und höre Alfons als Sechsjährigen singen: Mama, in der Wanne mit dem lieben Igel. (SEINE Stimme! Und SEIN Igel!)

27.10.23
Alfons‘ Klasse feiert Abschied von der Schule. Ich weine. Ich denke, Alfons starb/verschwand durch eine Entführung. Dann fällt mir seine Krankheit ein.
Die Eltern haben furchtbare Floskeln parat. Dann kommt L., der mich anmacht. Seine Frau ist in der Klasse.
Der Weg zu dem Raum war so verbaut und ich musste rumklettern. Es war völlig absurd und die Feier war waldorftypisch zugebastelt.

29.10.23
Alfons war bei mir im Tragetuch und ich saß bei Andreas auf dem Schoß und küsste ihn wie immer.

12.11.23
Wir jagen uns. Filme angeguckt mit Alfons als kleinem Kind, die ich nicht kannte.

Ein paar Nächte zuvor träumte ich, dass Carl und ich wanderten und Yuriy und Alfons huckepack nahmen.

geträumt 2024

Vom 18. auf den 19.1.24 von Alfons geträumt.

am 23.1.24 früh
Alfons und ich waren unterwegs, verreist, in verschiedenen Ferienwohnungen. Trafen verschiedene Menschen. U.a. meinen Opa, der uns besuchte und Alfons half ihm, Dinge in den Keller zu tragen. Die Wohnungen erreichten wir nur über schwierige Stufen. Alfons balancierte. Ich tat mich schwer.

4.2.24
Wir haben noch was für die Arbeit erledigt und dann Sachen für den Urlaub gepackt.

25.3.24, früh
Alfons war klein, wir spielten und lachten zusammen.  Ich träumte auch von Andreas. Er wollte zurück in die Beziehung. Ich überlegte nur, ob wir miteinander schlafen könnten, ohne Beziehung. Dann waren noch viele andere Menschen da. Eher ein Chaos, wer räumt wie gründlich auf.

26.3.24, früh
Alfons war mit jemandem beim Arzt und kam spät zurück und dann blieb er wach und wollte sich nicht mehr hinlegen.
In dem Traum tauchte auch Holger auf und meine Schwester bei einer Feier vom Veronika, bei der Elke und ich nicht waren. Die war bei meiner Oma im Haus. Alle lebten noch.

3./4.5.24
Ich war in einer Art Internat und habe meine Kinder besucht. Zwei große junge Männer und wir haben über Alfons gesprochen und geweint. Und einer erzählte mir, wie Alfons ihn besuchte und er oft in seinem Bett lag und sie Musik hörten.

früh am 20.5.24 geträumt
Ich rannte zum Zug und kam kaum vorwärts. Alfons saß mit dem kleinen blauen Rucksack von Carl im Zug. ALLEIN. Er hatte fast geweint und schon sehr auf mich gewartet. Seine Haare waren länger. Ich weiß nicht, wer ihn in den Zug gesetzt hat. Ich konnte ihm nur kurz sagen, dass ich noch mal los muss. Er war wütend und weinte. Holger sollte ihn in Weißwasser abholen, aber ich konnte ihn nicht anrufen. Ich sprang aus dem anfahrenden Zug.

3.7.24
Ich brachte Alfons ins Bett. Er sagte, wie blöd es sei, dass er sich jetzt krank fühlt. Wir mussten umständlich eine Stiege hochsteigen über unsere Tomaten im Garten hinweg, die alle gerade wucherten im Hochbeet. Außerdem war ich mit Katrin und Bärbel und anderen im Raum und wir lasen uns etwas vor.

29.7.24, 19-19.45 (Schlafparalyse)
Ich träume von Alex und irgendeiner Feier und einem Besuch von Großeltern bei ihm und Julia und ich träume, dass dann auch Alfons dort sein wird und das ich ihm lange nicht geschrieben und gesehen habe und ich werde sofort wach, um ihm zu schreiben und stelle erst Sekunden später fest, dass er nicht mehr lebt.

28.9.24, 6 Uhr
Wir wollten als Familie verreisen mit anderen im Bus und ich hatte vergessen, eine warme Jacke und Schuhe für Alfons einzupacken. Und ich dachte darüber nach, dass ich einen Nachsorgetermin für Alfons machen muss. Ich ärgerte mich, dass ich die Behandlung zugelassen hatte, aber es ging ihm gut.

19.12.24 (Schlafparalyse)
Ich schlafe und denke, ich bin wach. Höre Stimmen im Haus. Meine Schwester beleidigt mich furchtbar, woanders, nicht hier im Haus. Ich will aufstehen und nachsehen. Lärm draußen. Ich versuche, wach zu werden. Aufzustehen. Rüber zu gehen. Es gelingt mir nicht. Dann schaffe ich es mit allen Kräften (im Traum) in die Küche. Auf den Sofa liegend Alfons, größer, im Gesicht wie immer. Lachend. Er stürmt freudestrahlend auf mich zu, wirft mich zu Boden, kratzt mich mit seinen Fingernägeln. Ich greife nach seinen Händen. Sage lachend, die müssen wir mal wieder abschneiden. Alfons lacht. Er umarmt mich. Wir drücken uns. Lachen. Kempeln. Drücken uns. Sein volles schönes Gesicht. Seine blauen großen Augen. Ich sage Alfons. Ich weine und werde wach.

 

geträumt 2025

Mitte April 2025
Ich sehe Carl und Alfons vor mir. Vielleicht mit 15 und 7 Jahren. Lachend.

3.6.25
Habe Alfons von der Kita abgeholt. Fremder Ort. Er hatte seinen grünen Anorak an.

17.6.25
Ich habe wieder Alfons gesucht und war unruhig, warum er seit Tagen weg ist. Im Kalender habe ich mir den Tag seines Weggehens mit einem Spiegel markiert, den ich mit einer Klammer an meinen Kalender heftete. Ich fand beim Kalender all seine Schlafanzüge, ungewaschen, die nach ihm rochen. Und viele Wochen später wieder eine Notiz im Kalender, wie groß er jetzt sein müsste.

1.11.25
Ein wirrer Traum. Alfons war gesund und wir trafen die Kinder von Iwona.

 

Weitere Beiträge